18.08.21 08:00 – Prozessoptimierung, Kommunikation

Wie die Energie nach den langen Ferien verschwand – und ich sie wiederfand

Die grossen Sommerferien sind für die meisten vorbei. Vielleicht haben Sie sich auch schon beim Gedanken erwischt: «Ich könnte schon wieder Ferien gebrauchen!» Nach wenigen Tagen sind wir mitten im Alltag und der aufgeladene Akku fühlt sich bereits wieder halb leer an. Aber warum? Was ist der Grund, weshalb wir uns so schnell vom Sog des Alltags einlullen lassen? Und was können wir dafür tun, damit uns die Energie nicht so schnell geraubt wird?

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Ich habe mir diese Fragen selbst gestellt, als ich vor einer Woche aus meinen erholsamen Ferien zurückkam. Irgendwie fühlte ich mich bereits nach einer Woche Arbeit wieder so stark im Alltag eingebunden, dass ich mich fragte, wo all die neu aufgeladene Energie hin ist.

Alles auf einmal ist keine gute Lösung

Auf der Suche nach der Ursache und dem schwarzen Loch, wo sich meine verschollene Energie hingeflüchtet hat, wurde mir schnell bewusst, dass ich mein Verhalten genauer unter die Lupe nehmen muss. Also reiste ich in Gedanken eine Woche zurück und spielte mir die erste Arbeitswoche nach den Ferien nochmals vor den Augen ab. Dabei fiel mir auf, dass ich zu schnell zu viel wollte. Alle E-Mails im aufgefüllten Posteingang sollten so schnell wie möglich beantwortet werden. Für alle Projekte wollte ich gleichzeitig möglichst viel Zeit freischaufeln. Und natürlich alles in eine Woche packen und erledigen. Da liegt es auf der Hand, dass die kürzlich geladene Energie schnell aufgebraucht ist und für Neues nicht mehr viel übrig bleibt. Ich hätte definitiv mehr spanische Gemütlichkeit mit in die erste Arbeitswoche nehmen sollen.

Valencia

Gibt neue Energie: eine Erinnerung an die letzten Ferien.

 

Meine Checkliste für den bewussten Umgang mit Ressourcen

Nun, das nächste Wochenende kommt bestimmt, dann kann ich die Batterien wieder aufladen. Aber jetzt will ich mit den Ressourcen besser umgehen. Also habe ich mir eine kleine Checkliste erstellt, wie ich dabei vorgehen werde:

  • Eins nach dem anderen, ich kann nicht alles gleichzeitig erledigen.
  • Ich setze mir Prioritäten.
  • Ich lege den Fokus auf die Tätigkeit, mit der ich gerade beschäftigt bin, und lasse mich nicht von anderem ablenken.
  • Wenn’s nicht passt, sage ich Nein.
  • Ich lege bewusst Pausen ein.
  • Ich baue wieder Time-Slots für das Lesen von E-Mails ein.
  • Ich finde meinen eigenen Arbeitsrhythmus.
  • Die Woche wird Schritt für Schritt geplant.
  • Einen Tag in der Woche suche ich mir aus, an dem ich früher Feierabend mache und die Freizeit bewusst geniesse.
  • Ich denke nicht daran, was alles noch erledigt werden muss – das ist ein unnötiger Stressfaktor.
  • Und zu guter Letzt: Ich stelle im Sichtfeld an meinem Arbeitsplatz ein Foto aus den vergangenen Ferien auf. Ein Blick darauf gibt mir einen Energiekick.

Wie startet ihr nach den Ferien in den Alltag? Habt ihr Tipps und Tricks, wie ihr euch vor einem Kaltstart schützen könnt?

 

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