16.03.22 08:00 – E-Commerce, Prozessoptimierung, Online Marketing, Trends

Conversion Boosting im E-Commerce – für erfolgreiche Onlineshops eine Daueraufgabe

Möglichst viele Besucher auf einen Onlineshop zu bekommen, ist eine elementare Voraussetzung für anhaltenden Erfolg im E-Commerce. Insbesondere eine nachhaltige SEO-Strategie sorgt für mehr Traffic und kann auch dazu beitragen, die Qualität der Besuche zu verbessern. Damit ist es aber nicht getan, denn am Ende des Tages zählt die Umwandlung der Besuche in Verkäufe. Zwei Begriffe sollte man dabei kennen: Conversion Rate und Conversion Boosting.

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Die Conversion Rate gibt prozentual Aufschluss darüber, wie viele Besucherinnen und Besucher eines Onlineshops im Verhältnis zu den Websiteaufrufen auch einen Abschluss tätigen. An dieser Kenngrösse kann folglich abgelesen werden, ob ein Onlineshop wirklich Geld verdient. Das Conversion Boosting umfasst gezielte Massnahmen, mit der die Conversion Rate erhöht werden kann. Damit ein Onlineshop dauerhaft erfolgreich ist, muss man Conversion Boosting als permanente Aufgabe im Unternehmen etablieren. Ich zeige Ihnen im Folgenden einige Ansätze, mit denen Sie Ihren Erfolg steigern und mehr Umsatz in Ihrem E-Commerce-Kanal generieren können.

10 effektive Wege zur Steigerung der Conversion Rate

 

1. Geschwindigkeit ist ein Erfolgsgarant

Braucht die Startseite länger als drei Sekunden zum Laden, brechen 40 Prozent der Nutzer ihren Besuch ab. Stellen Sie also sicher, dass die Performance stimmt, und analysieren Sie systematisch Schwächen Ihrer Ladezeiten, ansonsten werden Sie zusätzlich von Google abgestraft.

2. Klare Call-to-Action

Besucher brauchen auf jeder Seite eine klar erkennbare Handlungsaufforderung, einen sogenannten Call-to-Action. Das kann ein prägnantes Suchfeld oder ein Button an der richtigen Position sein. Was unter allen Umständen vermieden werden muss, sind mehrere Wege oder Möglichkeiten. Entscheidungskonflikte führen zum Absprung.

3. Fokus auf «Warum» statt «Was»

Landet ein Besucher auf einem Onlineshop, weiss er in der Regel, was angeboten wird. Überzeugt werden muss er mit guten Argumenten, warum er genau hier richtig ist. Das können Testimonials, Aktionen oder stichhaltige Produktvorteile sein.

4. Sichtbare Bewertungen

Gute Bewertungen schaffen Vertrauen. Psychologen sprechen vom Effekt des «Social Proof», das heisst, wir orientieren uns stark am Verhalten anderer. Wenn Sie erstklassige Bewertungen von Ihren Kunden bekommen, dann präsentieren Sie diese sichtbar! Studien belegen, dass sich Kundenbewertungen positiv auf das Kaufverhalten auswirken.

5. Personalisierter Content

Personalisierung im Onlineshop ist künftig der grösste Hebel für mehr Verkaufserfolge und bietet genügend Stoff für einen eigenen Blogbeitrag. Zusammengefasst liegen die Mechanismen in den Spuren, die ein Besucher hinterlässt. Durch die Auswertung von Nutzerdaten und Informationen können in Echtzeit individuelle Produkte oder Dienstleistungen angezeigt werden. Je mehr Daten gesammelt werden, desto individueller kann der Inhalt segmentiert werden.

6. Klarer Text und individuelle Bilder

Niemand ist bereit, sich durch Textwüsten zu quälen. Starke Texte konzentrieren sich auf Fakten. Stellen Sie keine Behauptungen auf, sondern listen sie überprüfbare Produktvorteile auf. Halten Sie die Sätze kurz und prägnant. Ihre Bilder müssen von hoher Qualität sein und Ihre Schlüsselbotschaften wiedergeben. Setzen Sie auf echte Individualität und verzichten Sie auf nichtssagende Stockbilder.

7. Kürze in Formularen

Nach wie vor steigen viele Nutzer aus, wenn der Registrierungsprozess aufwendig oder nicht selbsterklärend ist. Halten Sie die Formulare kurz und einfach und achten Sie auf ein klares Layout mit gleich langen Eingabefeldern. Fragen Sie nur dringend benötigte Informationen ab. Einer der häufigsten «Aussteiger» sind hohe Anforderungen an ein Passwort und auch das Einfordern des Geburtsdatums. Verschieben Sie dies auf einen nachgelagerten Schritt, beispielsweise beim ersten Einloggen.

8. Dynamische Verkaufsförderung

Beschränken Sie Cross- und Upselling-Mechanismen (Zubehör, verwandte Produkte) nicht in statischen Inhalten, die lediglich auf den Produktedetailseiten aufgeführt werden. Nutzen Sie dynamische Layer, die den Besucher während des Such- und Kaufprozesses begleiten, ohne dass es penetrant wirkt. So kann ein Warenkorb-Layer relevante Empfehlungen anzeigen und die Möglichkeit erhöhen, den Warenkorbwert noch im Check-out-Prozess zu steigern.

9. Versandkosten

Analysen zeigen, dass Shops mit kostenlosem Versand ab einem Schwellenwert erfolgreicher sind. Natürlich müssen die Versandkosten eingepreist werden. Ein Schwellenwert bietet einen Anreiz, den Warenkorb zu erhöhen. Dahinter steckt der Effekt, dass es uns Freude macht, etwas einzusparen, auch wenn dies nur vermeintlich der Fall ist.

10. Live-Chat

Vom Kunden gewünschte Beratung ist dann besonders zielführend, wenn sie schnell und unmittelbar beim Einkaufen erfolgt. Hier können Onlineshops vom stationären Handel lernen. Bei Unklarheiten ein Kontaktformular zu bemühen, ist einer der häufigsten Abbruchgründe. Bieten Sie Hilfe in Echtzeit. Woher die Ressourcen nehmen? Durch einen E-Commerce-Kanal werden nicht selten personelle Ressourcen im traditionellen Verkauf frei. Diese können in einen Live-Kundenservice investiert werden.

Haben Sie es bemerkt? Conversion Boosting hat viel mit Psychologie und unserem Verhalten zu tun. In erfolgreichen B2C-Shops ist Conversion Boosting eine permanente Aufgabe, die in A/B-Tests entsprechend abgesichert wird. Im B2B-Umfeld gibt es jede Menge Luft nach oben. Natürlich hat jede Boosting-Massnahme ihren Preis, aber bei schrittweiser Einführung lässt es sich wunderbar nachweisen, welche Umsatzsteigerung ein neuer Use Case bringt.

 

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